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Ulm

Dieser Text beschreibt Ulm.


Der untere Text beinhaltet die Ulm Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Ulm Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Ulm fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Ulm möglichst ausführlich zu halten.

Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Ulm Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten.

Ulm Artikel

Wappen Karte
Ulm Beschreibung
Ulm Beschreibung
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Region: Donau-Iller
Landkreis: Stadtkreis
Fläche: 118,68 km²
Einwohner: 119.902 (31.03.2004)
Bevölkerungsdichte: 1.010 Einwohner je km²
Höhe: 458 - 645 m ü. NN
Postleitzahlen: 89001 - 89081
(alt: 7900)
Vorwahlen: 0731, 07304,
07305, 07346
Geografische Lage: 48° 24' n. Br.
10° 00' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 21 000
Stadtgliederung: 18 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
89073 Ulm
Offizielle Webseite: www.ulm.de
E-Mail-Adresse: stadt_ulm@ulm.de (mailto:stadt_ulm@ulm.de)
Politik
Oberbürgermeister: Ivo Gönner (SPD)
Mehrheitspartei: CDU

Ulm ist eine kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg an der Donau. Sie ist eine der kleinsten Großstädte des Landes. Zur Einwohnerzahl muss jedoch auch stets die Nachbarstadt Neu-Ulm gerechnet werden, womit sich hier effektiv eine Größe von 165 Tausend Einwohnern ergibt. Die Stadt ist Sitz des Alb-Donau-Kreises und gehört zur Region Donau-Iller innerhalb des Regierungsbezirks Tübingen (zur Region Donau-Iller gehören auch bayrische Gebiete).

Nächste größere Städte sind Augsburg und München in dem Südosten, etwa 70 km beziehungsweise etwa 130 km und Stuttgart in dem Nordwesten, etwa 100 km entfernt. Ulm ist nachdem Landesentwicklungsplan Baden-Württemberg eines von insgesamt 14 Oberzentren des Landes und bildet mit Neu-Ulm ein länderübergreifendes Doppelzentrum.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ulm Beschreibung
Ulm Beschreibung
Ansichtskarte Ulm 1916

Die Stadt Ulm liegt an der Einmündung der Iller und der Blau in die Donau, am Rande der Lonetal-Flächenalb, deren Erhebungen (Safranberg, Michelsberg, Eselsberg, Kuhberg) die Stadt nördlich umgeben und am "Hochsträß" der mittleren Flächenalb. Die Stadt liegt größtenteils links der Donau, die hier für einige Kilometer die Landesgrenze zu dem Freistaat Bayern bildet. Lediglich die Stadtteile Wiblingen, Gögglingen, Donaustetten und Unterweiler liegen rechts der Donau.

Buch-Tipp: Arthrose Der wirksame Weg zur Schmerzfreiheit Ich will nicht lange herumreden, dieses Buch hat endlich dazu geführt, dass meine Arthroseschmerzen völlig verschwunden sind. In Verbindung mit dem Buch "Adieu Gelenkschmerz", das hier auch angeboten wird, hatte ich einen perfekten Plan, wie ich vorzugehen hatte. Der Weg zur Selbstheilung erklärt das Prinzip,...

Nachbargemeinden

Auf württembergischer Seite ist Ulm ganz vom Alb-Donau-Kreis umgeben. Am anderen Ufer der Donau grenzt die bayrische Kreisstadt Neu-Ulm an. Die Nachbargemeinden auf württembergischer Seite sind (von Süden über Westen nach Norden): Illerkirchberg, Staig, Hüttisheim, Erbach (Donau), Blaubeuren, Blaustein, Dornstadt, Beimerstetten und Langenau.

Buch-Tipp: Balkon und Terrasse für intelligente Faule. Das etwas andere Gartenbuch Anfänger haben es leichter ich find das Buch klasse. ich bin Anfänger in Sachen Blumen/Pflanzen. Jahrelang schlug ich mich mit wild zusammengestellten Samentütchen bei meiner 18qm Dachterrasse rum. Nun habe ich endlich mal schöne Vorschläge zu dem Bepflanzen meiner Kästen. Übrigends wer sparen will versucht mal die Vorschläge in dem Buch mit Sämerein....

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Ulm ist in 18 Stadtteile eingeteilt. In den Stadtteilen, die in dem Zuge der jüngsten Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliedert wurden (Eggingen, Einsingen, Ermingen, Gögglingen-Donaustetten, Jungingen, Lehr, Mähringen und Unterweiler), wurden Ortschaftsräte eingerichtet. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Beschlussfassung über eine Maßnahme obliegt dann allerdings dem Stadtrat der Gesamtstadt Ulm.

  • Ulm-Mitte
  • Böfingen
  • Donaustetten
  • Donautal
  • Eggingen
  • Einsingen
  • Ermingen
  • Eselsberg
  • Gögglingen
  • Grimmelfingen
  • Jungingen
  • Lehr
  • Mähringen
  • Oststadt
  • Söflingen (mit Harthausen)
  • Unterweiler
  • Weststadt
  • Wiblingen
Buch-Tipp: Beweislast. Der sechste Fall für August Häberle (Krimi im Gmeiner Verlag) Erstklassige Krimiunterhaltung Ich bin aus dem Schwabenland und war sehr interessiert an Krimigeschichten, die direkt aus der Heimat kommen. So hatte ich mir ganz unbedarft ein Buch mit einem "Fall für August Häberle" (Das Mordloch) gekauft und war sofort begeistert. Nicht nur, das die Geschichten sehr authentisch geschrieben sind, man quasi vollkommen...

Geschichte

Die älteste Besiedlung des Ulmer Raumes beginnt in dem Frühneolithikum, um 5 Tausend v.Chr. Nachgewiesen sind Siedlungen dieser Zeit, beispielsweise bei Eggingen (Grabungen des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg) und Lehr (Lesefunde verschiedener Sammler). In dem Stadtgebiet Ulms datieren die ältesten Funde in das Endneolithikum (Bestattung der Glockenbecher-Kultur auf dem Münsterplatz).

Im frühen Mittelalter, wohl um 850, wird Ulm zur Königspfalz. Die erste urkundliche Erwähnung ist am 22.07 854 datiert. König Ludwig der Deutsche besiegelt eine Urkunde in "Hulma". Das Wort Hulma bedeutet wahrscheinlich in der germanisch Sprache soviel wie "sumpfige Stelle" (von hulmig - sumpfig). Unter den Staufern wird die Siedlung weiter ausgebaut, bis sie 1181 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zur Stadt erhoben wird und alsbald ihm direkt unterstellt ist: Ulm wird 1184 freie Reichsstadt.

Seit den 1960er Jahren wird in Ulm eine Stadtarchäologie betrieben (zunächst Stadtgeschichtlich Forschungsstelle, zuletzt Landesdenkmalamt Baden-Württemberg), die zahlreiche Ausgrabungen durchgeführt hat. Dabei wurde deutlich, dass die besiedlung in dem Stadtgebiet vor die ersten Erwähnungen zurückreicht (Grabfunde der Merowingerzeit am Bahnhof, in dem nördlichen Stadtgebiet, auf dem Münsterplatz sowie Siedlungsfunde auf dem Weinhof und in dem Bereich des Grünen Hofs). Zur Pfalz - von der ca. die Reste der Pfalzkapelle (im Schwörhaus) und verschiedene Befestigungsgräben bekannt sind - gehörte eine Wirtschaftssiedlung, in der zahlreiche eingetiefte Handwerkerhütten nachgewiesen worden sind. In dem Schutz der Pfalz entstand ein Markt, der dann offenbar Ausgangspunkt für die Stadtbildung wurde: Hier entstanden frühe Steinbauten und hier wurde schließlich das Rathaus der Stadt errichtet.

Am 30.06 1377 beginnt der Bau des Münsters, nach dem die alte Kirche vor den Stadtmauern lag und die Einwohner während einer Belagerung nicht zur Kirche gehen konnten.

Der große Schwörbrief von 1397, die Ulmer Verfassung, tritt in Kraft. Er regelt die Machtverteilung und die Aufgaben des Bürgermeisters. Die Zünfte haben nun 30, die Patrizier ca. noch 10 Ratssitze. Gleichzeitig wird den Patriziern das aktive Wahlrecht verweigert. Der Bürgermeister muss den Einwohnern Rechenschaft ablegen. Der Schwörmontag (vorletzter Montag in dem Juli) ist seither der Ulmer Feiertag.

Um 1500 ist Ulm auf der Blüte seiner Macht. Sie ist die zweitgrößte Reichsstadt nach Nürnberg: drei Städte (Geislingen, Albeck und Leipheim) sowie 55 Dörfer gehören zu dem Gebiet. Die Stadt ist wichtiger Umschlagplatz für Eisen, Holz und Wein. Aus dieser Zeit stammt der Reim, der die Stellung der Stadt in der damaligen Welt untermauert:

Venediger Macht,
Augsburger Pracht,
Nürnberger Witz,
Straßburger Geschütz,
und Ulmer Geld
regier'n die Welt.

Mit dem Ulmer Geld in dem Vers ist jedoch weniger das Münzgeld, sondern wohl eher das gemeint, was den Reichtum Ulms ausmacht - das Barchent, ein Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen, welches von solcher Qualität ist, dass es, weil in ganz Europa begehrt, so gut wie Geld ist.

Die Entdeckung Amerikas (1492) sowie des Seeweges nach Indien (1497), lassen neue Handelszentren entstehen, welche den Fall der Stadt ebnen. 1529 tritt die Stadt dem protestantischen Glauben bei. Bis 1546, zur Zeit des Schmalkaldischen Krieges, verliert Ulm 35 seiner Dörfer durch Plünderung oder Brandschatzung und muss sich zuletzt doch dem katholischen Kaiser unterwerfen.

Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wird der Reichtum der Stadt durch weitere Kriege, Seuchen, Reparationszahlungen und Erpressungen verschiedener Besatzer derart verringert, dass die Stadt um 1770 bankrott ist und weiteren Grund veräußern muss. 1786 umfasst das Ulmische Gebiet noch folgende Verwaltungen: Obervogteiamt Geislingen, Oberämter Langenau, Albeck und Leipheim sowie die Ämter Süßen, Stötten, Böhringen, Nellingen, Weidenstetten, Lonsee, Stubbersheim, Bermaringen und Pfuhl.

Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkt sich in Ulm aus: 1802 verliert die Stadt ihre Unabhängigkeit und kommt unter bayrische Verwaltung. Schon acht Jahre später, 1810, wird Ulm württembergisch, verliert dadurch jedoch noch mehr Land. Der Grund und Boden jenseits der Donau bleibt bayrisch - die Geburt von Neu-Ulm. Ulm wird Sitz eines württembergischen Oberamts. Ein Jahr später erhält Ulm die Nennung "Unsere gute Stadt" und damit das Recht auf einen eigenen Landtagsabgeordneten.

1819 wird Ulm Sitz des württembergischen "Donaukreises" (etwa einem Regierungsbezirk vergleichbar, bis 1924). Mit der Eröffnung der "Schwäbischen Eisenbahn" von Stuttgart über Ulm bis nach Friedrichshafen am 1.06 1850 erwacht das Provinznest mit 12 Tausend Einwohnern wieder zu neuem Leben. Mit dem Neu- und Wiederbeginn von zwei Großbaustellen, der Bundesfestung mit 41 Festungswerken um Ulm herum sowie der Vollendung des Münsters, welches dann kurz vor Ende des Jahrhunderts den höchsten Kirchturm der Welt erhält, zieht wieder der Wohlstand ein.

Ulm Beschreibung
Ulm Beschreibung
Ulm (etwa 1890 bis etwa 1900)

1913 zählt die Stadt bereits 60 Tausend Einwohner, davon rund 10 Tausend Soldaten. Ulm ist eine Garnisons- aber auch eine Industriestadt: Magirus, Wieland und Kässbohrer tragen den Namen der Stadt in die Welt.

Zwischen den Weltkriegen ist es ruhig um Ulm. Doch der Nationalsozialismus macht auch vor Ulm nicht halt. 1933 bis 1935 wird am Oberen Kuhberg, in einem der Festungswerke der Bundesfestung, ein KZ, vorwiegend für politische Gefangene wie Kurt Schumacher, eingerichtet. Auch die Ulmer Synagoge wird ein Opfer der Kristallnacht (9./10.11 1938), weniger durch die Brandstiftung, die kaum einen Schaden verursacht, als durch den willkürlichen Abriss danach.

Ein Teil seiner alten Freiheit kann Ulm in dem selben Jahr "zurückerobern" und wird kreisfreie Stadt. Gleichzeitig wird sie Sitz des aus dem alten Oberamt hervorgegangenen Landkreises Ulm. Ende 1944 bis Anfang 1945 wird Ulm bei diversen Bombardierungen schwer getroffen: 81 Prozent der Altstadt sind zerstört, das Münster jedoch bleibt verschont.

Und nachdem Krieg das selbe Bild wie überall: Wiederaufbau

1951 wird das erste Industriegebiet besiedelt. 1953 beginnt die Geschichte der, inzwischen weltberühmten, Hochschule für Gestaltung (bis 1968). Eine Ingenieuerschule beginnt 1960 ihren Lehrbetrieb, die 1972 in der Fachhochshule für Wirtschaft und Technik aufgeht. Wenige Jahre zuvor, 1967, wird die Universität mit Klinikum gegründet.

Am 1.01 1973 tritt die Kreisreform in Baden-Württemberg in Kraft. Ulm wird Sitz des neu gebildeten Alb-Donau-Kreises, bleibt selbst aber kreisfrei. 1980 überschreitet Ulm die 100 Tausend Einwohner-Marke und wird somit Großstadt. Die Überwindung der Wirtschaftskrise Anfang der 1980er Jahre lässt aus der Industriestadt zudem eine Dienstleistungs- und Wissenschaftsstadt werden, die, 1987 bei einer Einwohnerzahl von 104.000, stolze 84 Tausend Arbeitsplätze bieten kann.

Vom 16. bis 20.06 2004 fand in Ulm der Deutsche Katholikentag statt.

Ferner feiert Ulm 2004 gleich zwei bedeutende Ereignisse:

  • den 1150. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung (Jubiläumspage (http://www.1150jahre.ulm.de))
  • den 125. Geburtstag Albert Einsteins (Geburtstagspage (http://www.einstein.ulm.de))
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Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Ulm eingegliedert wurden

Jahr Orte Zuwachs in ha
1828 Böfingen, Örlingen und Obertalfingen  ?
06.11.1905 Söflingen 1.448
01.04.1926 Grimmelfingen 471
01.04.1927 Wiblingen 809
01.09.1971 Jungingen 1.354
01.01.1972 Unterweiler 452
01.02.1972 Mähringen 891
01.05.1974 Eggingen 810
01.07.1974 Donaustetten 598
01.07.1974 Einsingen 651
01.07.1974 Ermingen 837
01.07.1974 Gögglingen 514
01.01.1975 Lehr 614


Buch-Tipp: Das Kleingewächshaus. Technik und Nutzung spitze Grundsolide, sachlich, ohne Schaum, Mittelalter, Mond, Fernost. Hier spricht einfach der Fachmann/ die Fachfrau.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nachdem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahlen
1300 etwa 4.000
1400 etwa 9.000
1550 etwa 19.000
1750 etwa 15.000
1834 15.173
1871 26.290
1890 36.131
1900 42.860
1910 56.109
16.06 1925 57.427
16.06 1933 62.472
17.05 1939 ¹ 74.387
13.09 1950 ¹ 71.132
6.06 1961 ¹ 92.700
27.05 1970 ¹ 93.200
30.06 1975 98.400
30.06 1980 100.600
30.06 1985 99.300
27.05 1987 ¹ 103.494
30.06 1997 116.000

¹ Volkszählungsergebnis

Buch-Tipp: Das große Wimmelbilderbuch. Durch Stadt und Land. Maxiausgabe (Bilderbücher) Der Kauf hat sich gelohnt! Ich finde das Buch toll. Es ist schön gezeichnet, besonders die Personen in ihren Tätigkeiten. Es sind wirklich hunderte kleine Geschichten in diesem Buch versteckt. Ab und zu ist die Geschichte der Bilder ein wenig verrückt, aber ich finde das eher positiv. So kann man seiner Phantasie freien lauf lassen, zB woher...

Religionen

Ulm Beschreibung
Ulm Beschreibung
Der Turm des Ulmer Münsters in Ulm von Nordwesten

1529 trat Ulm auf dem Reichstag in Speyer den protestantischen Reichsständen bei. 1531 wurde die Reformation zwinglischer Richtung eingeführt, doch näherte man sich bereits 1533 Martin Luther an. 1553 erhielt die Stadt eine lutherische Kirchenordnung. Somit war Ulm über Jahrhunderte eine protestantische Stadt, doch gab es bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wieder eine starke katholische Gemeinde (1805 erste katholische Stadtpfarrei). Nach dem Übergang an Württemberg 1810 wurde Ulm Sitz eines Generalats (heute Prälatur) innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die römisch-katholischen Christen in der Stadt gehörten Anfangs zu dem Bistum Konstanz, später zu dem Bistum Augsburg und 1817 zu dem Generalvikariat Rottenburg, aus dem später das Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) hervorging.

Mit der Eingemeindung umliegender katholischer Orte veränderte sich das Gewicht zwischen evangelischen und katholischen Christen. Heute beträgt der Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung etwa 45 %, zu dem protestantischen Glauben bekennen sich noch etwa 33 Prozent (Stand: 1992). Der Rest gehört anderen Religionen an, oder ist konfessionslos.

Die evangelischen Gemeindeglieder gehören - sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche sind - zu dem Dekanat Ulm innerhalb der Prälatur ("Sprengel") Ulm der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Die römisch-katholischen Gemeindeglieder gehören zu dem Dekanat Ulm der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Die neuapostolischen Gemeindeglieder gehören zu dem Bezirk Ulm der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland.

Buch-Tipp: Der Hundeführerschein. Sachkunde-Basiswissen und Fragenkatalog Ein Muss für jeden Hundehalter Wenn Sie noch stets aggressives Verhalten Ihres Hundes für Stärke oder Dominanz halten, dann empfehlen wir Ihnen die Lektüre des in dem Ulmer Verlag erschienenen Buches „Der Hundeführerschein". Auf 116 Seiten entstauben die nicht ca. in Fachkreisen anerkannten Autorinnen Celina del Amo, Renate Jones-Baade und Karina...

Politik

An der Spitze der Stadt Ulm stand anfangs der "Ammann" sowie der "Rat der Stadt". Seit dem 13. Jahrhundert gab es neben dem Ammann einen Bürgermeister als Geschäftsführer des Rates, der ab 1345 den Vorsitz in dem Rat und die Leitung der Stadt übernahm. Die Bürgermeister wurden vom Rat gewählt und waren häufig ca. 1-2 Jahre in dem Amt. In dem Laufe der Jahrhunderte wurden die Modalitäten in dem Rat und an der Spitze der Verwaltung mehrmals geändert. 1802 wurde die reichsstädtische Verfassung aufgehoben.

Oberbürgermeister seit 1819

Sitzverteilung in dem Gemeinderat, der von den Bürgern auf 5 Jahre gewählt wird (Kommunalwahlergebnis von 2004):

Buch-Tipp: Der König der purpurnen Stadt. wundervolle Lesestunden auf beinahe 1 Tausend Seiten!!! Rebecca Gable führt durch einige Jahre des Londoner Jonah Durham. Dieser wird trotz aller Schwierigkeiten mit seinem Vetter Rupert Hillock, der auch sein Lehrherr ist, zu einem angesehenen und reichen Tuchhändler - auch Dank seiner guten Verbindung zu dem Hof und dort speziell zu Königin Philippa....

Wappen

Das Wappen der Stadt Ulm zeigt einen "von Schwarz und Silber (Weiß) geteilten Schild". Die Stadtflagge ist Schwarz-Weiß.

Das Stadtwappen ist seit 1351 in den Stadtsiegeln belegt, und zwar in der Form, dass es entweder vom Reichsadler, dem Zeichen der freien Reichsstadt, in den Fängen gehalten wurde, oder später als dessen Brustschild abgebildet war. Nach 1803 fiel der Reichsadler weg. Seither zeigt das Stadtwappen ca. noch die Farben Schwarz und Silber, die bereits seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar sind. Die genaue Bedeutung dieses recht einfachen Wappens ist nicht bekannt.

Buch-Tipp: Der Naschbalkon. Gesund - lecker - dekorativ . . . weckt die Lust auf den eigenen Balkongarten! Auch wenn Sie nicht vorhatten auf ihrem Balkon Obst-, Gemüse oder Kräuter anzubauen - dieses Buch weckt Ihre Lust aufs Balkongärtnern! In dem ersten der drei, sehr übersichtlich gestalteten Kapitel, beschäftigt sich die Autorin mit dem Gemüseanbau auf dem Balkon. Neben Informationen zu Tomaten, Paprika...

Städtepartnerschaften

Die Stadt Ulm unterhält seit 1986 eine Städtepartnerschaft mit Jinotega in Nicaragua.

Buch-Tipp: Der Schatten des Schwans. Schwemmholz. Zwei Romane in einem Band Treffender geht es nicht Ulrich Ritzel ist ein Fundamentalist, wenn es um sprachliche Qualität geht. Alle seine Bücher haben mich überzeugt, weil sie durchkomponiert und handwerklich perfekt geschrieben sind. Ritzel packt in einen Satz hinein, wozu andere Schriftsteller ganze Seiten benötigen. Zu dem Beispiel schildert er, wie sich der Chefredakteur...

Wirtschaft und Infrastruktur

Ulm ist Sitz einer Industrie- und Handelskammer (IHK) (Kammerbezirk: Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis und Landkreis Biberach) und einer Handwerkskammer (Kammerbezirk: Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach, Bodenseekreis, Landkreis Heidenheim, Ostalbkreis und Landkreis Ravensburg).

Firmen in den Bereichen Fahrzeugbau (Magirus, EvoBus (vormals Kässbohrer, jetzt Daimler), Kögl), Metall (Wieland), Pharmazie (ratio-pharm) und Gartenpflege (Gardena). Weiteres siehe Lokales Branchenbuch: http://www.frag-den-spatz.de

Verkehr

Ulm ist ein Verkehrsknotenpunkt: In Nord-/Südrichtung verläuft die Bundesautobahn A 7 Würzburg-Kempten, in West-/Ostrichtung die A 8 Stuttgart-München. Mehrere Bundesstraßen führen durch die Stadt, darunter die B 10.

Die Stadt ist an das ICE-Netz der Bahn angebunden, der Regionalverkehr ist gut ausgebaut. In dem Stundentakt fahren Züge nach Stuttgart, München und auf der Südbahn an den Bodensee/Friedrichshafen (seit 1850 als "Schwäbische Eisenbahn" bekannt).

Den ÖPNV bedienen eine Straßenbahnlinie (Linie 1 Söflingen-Hauptbahnhof-Donauhalle/Messegelände) und zahlreiche Buslinien der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU) sowie mehrere Buslinien anderer Nahverkehrsbetriebe, so dass alle Stadtteile und das Umland gut angebunden sind. Alle Unternehmen fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds (DING).

Medien

Die Stadt ist Heimat der Tageszeitung "Südwestpresse" mit zahlreichen Regional- und Lokalausgaben in dem gesamten württembergisch-bayrischen Raum. - http://www.suedwest-aktiv.de

In Ulm befindet sich auch ein Studio des Südwestrundfunks (SWR). Hier wird unter anderem das Regionalprogramm "Schwabenradio" ausgestrahlt. Der SWR betreibt in Ulm-Jungingen einen Sender für sein Gleichwellennetz auf der Frequenz 711 kHz mit einer Sendeleistung von 5 Kilowatt. Zusätzlich hat Ulm einen eigenen nicht kommzerziellen Radiosender http://www.freefm.de zu empfangen auf 102.6Mhz

In Ulm-Ermingen befindet sich ein Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise der Deutschen Telekom AG.

Messestadt

Ulm ist eine Messestadt. In dem Nordosten der Stadt liegt die Donauhalle und das Messegelände mit mehreren, auch unabhängig von einander nutzbaren Hallen. Daneben finden in dem Congress Centrum Ulm, CCU und in dem Kornhaus Kongresse und Veranstaltungen statt (www.ulm-messe.de).

Bildung und Forschung

Weitere Bildungseinrichtungen

Wissenschaftsstadt

Als An-Institut (Institut an der Universität Ulm) wurde um 1988 auf dem Oberen Eselsberg das Forschungsinstitut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW Ulm) eingerichtet. Dort wurde "Künstliche Intelligenz" als Grundlage von Wissensverarbeitung (Bürosysteme - Workflowsysteme, Robotic, Mensch-Maschine Kommunikation) betrieben (1988 - 1993). Verschiedene Industrieunternehmen sind dort als Stifter beteiligt. Gründungsmitglieder waren die Firmen Siemens, Hewlett-Packard, Mannesmann-Kienzle, Nixdorf (später Siemens-Nixdorf), IBM, DaimlerChrysler (damals noch Daimler-Benz). Das Institut kooperiert eng mit der Universität Ulm. Es ermöglicht den Stifterfirmen vorwettbewerbliche Grundlagenforschung und dient der Integration von Forschung und Industrie.

Die gegenwärtigen Forschungsbereiche (2003) sind

  • Autonome Systeme / Mensch-Maschine Systeme
  • Geschäftsprozesse / Telematik
  • Softwaretechnik / Kommunikation
  • Umweltinformationssysteme
  • Verkehrsinformatik

Um 1990 herum wurde auf dem Oberen Eselsberg ein Science-Park eingerichtet, im mittelständische Unternehmen Forschung betreiben können. Dieses Konzept wurde in dem Laufe der Zeit um verschiedene Forschungseinrichtungen erweitert.

Involvierte Forschungseinrichtungen sind heute zu dem Beispiel das DaimlerChrysler Forschungszentrum, Nokia, Siemens, die Universität Ulm und die Fachhochschule Ulm. Ulm hat sich mit all diesen Einrichtungen den Ruf einer Wissenschaftsstadt erworben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

  • Ulmer Theater (Oper, Operette, Schauspiel, Ballett), erbaut 1969 (Vorgängereinrichtungen bestanden bereits seit 1641)
  • Theater in der Westentasche

Museen

  • Ulmer Museum (Stadtgeschichte etc.)
  • Deutsches Brotmuseum (Museum der Brotkultur)
  • Donauschwäbisches Zentralmuseum (dzm)
  • Naturkundliche Sammlungen der Stadt Ulm
  • Kunstverein Ulm e.V.
Ulm Beschreibung
Ulm Beschreibung
Blick von der mittleren Aussichtsplattform des Ulmer Münsters Richtung Innenstadt. Zu dem Vergrößern auf das Bild klicken.
Ulm Beschreibung
Ulm Beschreibung
Wilhelmsburg 1904

Bauwerke

Ulm ist Startpunkt der Oberschwäbischen Barockstraße.

  • Ulmer Münster (Wahrzeichen der Stadt; höchster Kirchturm der Welt mit 161,53 m Höhe und 768 Stufen)
  • Rathaus
  • Schwörhaus
  • Fischerviertel (Altstadt an der Blau)
  • Schiefes Haus
  • Wilhelmsburg (ein Teil der Bundesfestung)
  • Stadthaus (1993)
  • Klosterkirche Wiblingen
  • Zeughaus
  • Metzgerturm (schiefer als der Schiefe Turm von Pisa)
  • Gänsturm
  • Zundeltor
  • Kornhaus
  • Nikolauskapelle
  • Kirche St. Georg
  • Pauluskirche
  • Dreifaltigkeitskirche
  • Stadtmauer
  • Adlerbastei
  • Garnsiede (auf der Blauinsel)

Regelmäßige Veranstaltungen

Weihnachtsmarkt: Der Ulmer Weihnachtsmarkt ist einer der größten und populärsten Weihnachtsmärkte Süddeutschlands und findet jährlich statt. Er beginnt in der Regel am ersten Adventswochenende und geht bis zwei Tage vor Heiligabend. Dazu wird der Marktplatz vor dem Hauptportal des Münsters in ein Hüttendorf (mit eigenen Straßennamen) verwandelt. Besonders Verkaufshütten dominieren den Markt. Das Angebot reicht von Alltäglichem über Weihnachtszubehör (Krippen, Kerzen, Räucherutensilien) bis hin zu Handgemachtem. Kullinarische Hütten runden den Markt ab.

Schwörwochenende: Das Schwörwochenende beinhaltet die Festlichkeiten, die am Wochenende vor dem Schwörmontag stattfinden. Das Wochenende beginnt mit der Lichterserenade. Alle vier Jahre findet das Fischerstechen statt. Am Morgen des Schwörmontag muss der Bürgermeister Rechenschaft vor den Einwohnern ablegen. Der Tag erinnert an die einstige Verfassung der Reichsstadt, den großen Schwörbrief von 1397, und wird am vorletzten Montag in dem Juli begangen. Dieser Montag wird wie ein halber Feiertag in Ulm und Neu-Ulm gehandhabt, das heißt die meisten Geschäfte und öffentlichen Institutionen haben ab 14 Uhr geschlossen. Abschluss des Wochenendes ist das Nabada.

Internationales Donau Festival: Das Internationale Donau Festival wurde erstmals 2000 gefeiert und findet alle zwei Jahre statt. Es ist ein Festival der Donauländer. Dabei finden über die Woche des Festivals kulturelle, musikalische und kulinarische Veranstaltungen statt.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Ulm hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1863: Dr. Ferdinand von Steinbeis (*5.05 1807 in Ölbronn bei Maulbronn, † 7.02 1893 in Leipzig; beerdigt in Ulm) Präsident der Zentralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart
  • 1928: Hermann Köhl (* 15.04 1888 in Neu-Ulm, † 7.10 1938 in München) Atlantikflieger und Pionier der Luftfahrt
  • 1977: Ludwig Erhard, Bundeskanzler 1963 - 1966
  • ?: Rosa Lorenser , Gattin von Alt-Oberbürgermeistger Dr. Hans Lorenser
  • 1992: Ernst Ludwig , Oberbürgermeister 1984-1992
  • 1997: Inge Aicher-Scholl, Schwester von Hans und Sophie Scholl, Mitbegünderin der Ulmer Volkshochschule und der Hochschule für Gestaltung, HfG

Söhne und Töchter der Stadt

Die folgende Übersicht enthält bedeutende in Ulm geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nachdem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Ulm hatten oder nicht ist dabei unerheblich. Viele sind nach ihrer Geburt oder später von Ulm weggezogen und sind andernorts bekannt geworden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sonstige bedeutende Persönlichkeiten

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